Handwerker macht sich Notizen zu defekter Waschmaschine

Ihnen fällt gerade ein, dass Sie versäumt haben, Ihre Arbeitskleidung zu waschen? Also noch schnell ab damit in die Waschmaschine. Dann der Schreck: Die Waschmaschine pumpt nicht mehr ab. Besonders ärgerlich: Sie können das Gerät auch nicht öffnen und die Wäsche entnehmen.

Eine Waschmaschine gehört zu den wichtigsten Geräten in einem Haushalt. Wir verlassen uns darauf, dass die Maschine regelmäßig und zuverlässig ihren Dienst verrichtet. Umso schlimmer ist es, wenn plötzlich ein Defekt auftritt – am Ende gar noch abends oder am Wochenende. Die gute Nachricht lautet jedoch: Manche Probleme können ganz banale Ursachen haben, die Sie mit ein wenig Geschick schnell selbst beheben können.

Welche Ursachen können in Frage kommen, wenn die Maschine nicht mehr abpumpt?

Prüfen Sie zunächst, ob die Stromversorgung der Waschmaschine funktioniert. Vielleicht hat es in Ihrer Region einen Stromausfall gegeben oder der Stecker des Geräts hat sich gelockert. Wenn die Lichter am Display leuchten oder blinken, können Sie diese Ursache bereits ausschließen.

- Anzeige -

Möglich ist auch, dass der Spülstopp versehentlich aktiviert wurde. Überprüfen Sie, ob Sie die Abpump-Funktion manuell aktivieren können.

Der Hauptübeltäter, der ein automatisches Abpumpen verhindert, ist jedoch im Flusensieb zu suchen. Ein verstopftes Flusensieb ist die häufigste Ursache bei Funktionsproblemen der Waschmaschine. Als Bindeglied zwischen Pumpe, Trommel und Ablaufschlauch ist es dessen Aufgabe, Fremdkörper aufzufangen um sie daran zu hindern, in das Innenleben der Maschine zu gelangen. Münzen, vergessene Papiertaschentücher, Haare und manchmal sogar Socken können im Flusensieb feststecken und dieses verstopfen. Um Problemen vorzubeugen, sollten Sie daher die Taschen von Jacken und Hosen vor dem Waschen durchsuchen und entleeren. Auch eine regelmäßige Kontrolle des Zustands des Siebs alle sechs bis acht Wochen kann Komplikationen vorbeugen.

Flusensieb überprüfen und entleeren

Das Flusensieb befindet sich bei den meisten Waschmaschinen im unteren Drittel auf der Vorderseite des Gerätes hinter einer Klappe. Sie können es mit einer Linksdrehung öffnen und dann einfach herausziehen. Dabei tritt in der Regel Wasser mit aus, legen Sie deshalb am besten eine flache Schale, ein Backblech oder ein altes Handtuch darunter. Nach dem Entfernen etwaiger Fremdkörper spülen Sie das Sieb am besten unter fließendem Wasser gut ab. Anschließend setzen Sie es wieder ein und leiten den Schleudervorgang in die Wege.

Die Pumpe ist möglicherweise verstopft

Wenn Sie das Sieb entfernt haben, können Sie sicherheitshalber gleich nachsehen, ob statt dem Flusensieb nicht etwa die Pumpe verstopft ist. Wenn Sie mit einer kleinen Taschenlampe in die Öffnung des Flusensiebes leuchten, sehen Sie dort ein Flügelrad. Hier hängen gebliebene Fremdkörper, wie zum Beispiel Socken oder andere kleine Wäscheteile, werden Ihnen sofort auffallen. Diese können ganz einfach entfernt werden.

Sonstige Fehlerquellen

Ist das Problem damit nicht behoben, kommen auch ein verstopfter Schlauch oder Siphon als Ursachen in Frage. Kontrollieren Sie den Abflussschlauch zwischen Waschmaschine und Siphon, ob hier ein Fremdkörper stecken geblieben ist. Auch der Siphon selbst kann durch einen Gegenstand verengt werden und ein Abpumpen verhindern. Schrauben Sie die beiden Bauteile ab und überprüfen Sie sie auf Durchlässigkeit. Denken Sie daran, einen Eimer oder eine Schale darunter zu stellen, um Überschwemmungen zu vermeiden. 

Gelegentlich führt auch ein abgeknickter Schlauch zu einer Störung in der Abpumpfunktion. Dadurch kann eine Verengung entstehen und die Durchlässigkeit des Wassers blockieren. Knicke im Schlauch kommen oft vor, wenn die Maschine nicht richtig positioniert ist und/oder beim Schleudergang zu “Wandern” beginnt. Durch die entstehenden Bewegungen ändert sich die Position der Waschmaschine, dabei kann der Ablaufschlauch gedehnt oder stark verkrümmt werden. Letzteres verhindert ein störungsfreies Abfließen des Abwassers. Glätten Sie alle Knicke und Biegungen und stellen Sie das Gerät auf einen sogenannten Schwingungsdämpfer, um für mehr Standsicherheit zu sorgen.

Wann ist eine Reparatur nötig?

Haben alle oben genannten Tipps nicht zum erwünschten Erfolg geführt, handelt es sich vermutlich um einen anderen Defekt, sodass eine Waschmaschinen Reparatur unumgänglich ist. In Frage kommen zum Beispiel ein gerissener Keilriemen oder ein Fehler in der Elektronik. Klappern oder sonstige ungewöhnliche Geräusche können auf eine kaputte Pumpe hindeuten. In diesen Fällen sollten Sie nicht versuchen, den Schaden selbst zu reparieren. Wenden Sie sich hier lieber an einen Spezialisten, um weitere Schäden zu vermeiden. Fachleute schaffen es meist mit wenigen Handgriffen, das Gerät wieder in Ordnung zu bringen.