Junge Frau rümpft beim Waschmaschine säubern die Nase

Kennen Sie dieses Problem: Ihre Waschmaschine riecht unangenehm oder die Wäsche riecht muffig nach dem Waschen? Das ist kein Grund zur Sorge und meistens auf kleine Fehler beim Waschen oder eine unzureichende Pflege zurückzuführen. Wir erklären Ihnen die Ursachen für den Geruch und verraten Ihnen Tipps, wie Sie ihn sofort loswerden können.

Schnelle Hilfe gegen Gerüche in der Waschmaschine

Wenn die Waschmaschine müffelt, sind meistens Bakterien und Pilze der Grund dafür. Zwar pumpt die Waschmaschinet das Wasser nach dem Waschgang ab, aber eine Restfeuchtigkeit kann meistens nicht verhindert werden. Oft sitzt sie in den Schläuchen und Dichtungen und bietet einen idealen Nährboden für Bakterien und Schimmelpilze, welche den muffigen Geruch verursachen. 

Die Gründe für stehendes Wasser sind:

  • Ablagerungen durch Weichspüler oder Waschmittel
  • Zu seltener Einsatz des Kochwäscheprogrammes
  • Zu volles Flusensieb
  • Eine defekte Ablaufpumpe

Von den genannten Ursachen ist lediglich der letzte ein Grund für eine Waschmaschinen Reparatur. Alle anderen Probleme können Sie ganz einfach selbst beheben, in dem Sie die Waschmaschine reinigen.

  • Reinigen Sie zunächst das Waschmittelfach und die Weichspülkammer unter fließendem Wasser und trocknen Sie beides anschließend ab
  • Denken Sie auch daran, die Gummidichtungen an der Tür zu säubern
  • Danach entfernen Sie alle Fremdkörper aus dem Flusensieb und reinigen es 
  • Lassen Sie ein Kochwäscheprogramm ohne Wäsche aber mit einem handelsüblichen Maschinenreiniger oder einem Hausmittel durchlaufen
  • Nach jedem Waschgang sollten Sie die Gerätetüre und das Waschmittelfach zum Trocknen ein Stück weit offen stehen lassen
  • Wischen Sie die Gummidichtungen und eventuelles Restwasser am Boden der Maschine nach dem letzten Waschgang trocken

Kurzwaschgänge und niedrige Temperaturen sind zwar gut für die Umwelt und die Wäsche, beseitigen aber Waschmittelrückstände nur unzureichend. Um den üblen Gerüchen dauerhaft vorzubeugen, führen Sie die oben genannten Reinigungsarbeiten einmal im Monat durch. Etwa alle drei Monate empfiehlt sich eine Trommelreinigung mit einem Kochwäscheprogramm. Bei einem Mehrpersonenhaushalt mit viel Wäsche sollten die Intervalle verkürzt werden. 

Die Wäsche stinkt nach dem Waschen

Es kann sogar passieren, dass sich der modrige Geruch auf die sich in der Maschine befindliche Wäsche überträgt. Dann riecht nicht nur die Waschmaschine nach dem Waschgang unangenehm, sondern auch die Wäsche riecht muffig. 

Kaum zu glauben, aber wahr: Daran ist häufig der wohlriechende Weichspüler schuld. Um die Wäsche weich und geschmeidig zu machen, enthalten viele Weichspüler Rinderfett aus Schlachtabfällen. Diese tierischen Fette lagern sich nicht nur in der Waschmaschine, sondern auch auf den Textilien ab. Oft wird die Wäsche dann gar nicht mehr richtig sauber. Dosieren Sie daher Waschmittel und Weichspüler genau nach den Angaben auf der Verpackung. In den meisten Fällen wird zu viel davon benutzt. Experten raten immer öfter dazu, Weichspüler überhaupt nicht zu verwenden.

Sporttextilien bestehen aus speziellen Fasern, die sich bei körperlicher Betätigung bewährt haben. Sie werden meistens bei niedrigen Temperaturen gewaschen, die nach einiger Zeit nicht mehr in der Lage sind, die Gerüche vollständig aus dem Gewebe zu entfernen. Dagegen hilft, die Kleidungsstücke vor dem Waschen für etwa 20 Minuten in einer 1:4 Essig-Wasserlösung einzulegen. 

Ein einfacher Trick ist es auch, die Wäsche sofort nach dem Waschgang aus der Maschine zu entnehmen. Wenn feuchte Textilien zu lange in der Trommel liegen, kann die Restfeuchtigkeit nicht verdunsten und es entstehen unangenehme Gerüche.

Hausmittel:

  • Lassen Sie einen 60 Grad Waschgang ohne Wäsche, dafür jedoch mit einem Spülmaschinentab durchlaufen.
  • Natron, Backpulver oder Soda sind ebenfalls gut gegen schlechte Gerüche und zum Waschmaschinenreinigen geeignet. 
  • Zitronensäure wird häufig zur Waschmaschinenreinigung empfohlen. Viele Waschmaschinenreiniger basieren auf Zitronensäure. Hier müssen Sie jedoch darauf achten, dass Zitronensäure bei zu hohen Temperaturen ungünstig mit Kalk reagiert. Verwenden Sie ein Waschmaschinenprogramm mit 30 oder 40 Grad.
  • Essig sollte nicht zur Trommelreinigung verwendet werden, da seine aggressive Säure Dichtungen angreifen kann.

Riecht Ihre Waschmaschine trotz aller genannten Maßnahmen unangenehm, wenden Sie sich am besten an einen Fachmann.